John Monash war einer der herausragendsten Kommandanten des Ersten Weltkriegs. Er kam im Juni 1865 in West Melbourne zur Welt, studierte Ingenieurwesen an der Universität von Melbourne, heiratete im Jahr 1891, machte 1893 seinen Master-Abschluss und wurde, obgleich er noch immer auf dem College war, mit dem Bau einer neuen Eisenbahn betraut. Erfolg bescherte ihm jedoch seine militärische Laufbahn: Nachdem er im Jahr 1884 der universitären Kompanie des 4. Bataillons, den Victoria Rifles, beigetreten war, wurde er 1887 zum Leutnant der North Melbourne-Batterie, 1895 zum Hauptmann und 1897 zum Major befördert, dann 1906 zum Oberstleutnant des Nachrichtendiensts und 1912 zum Kommandanten der 13. Infanteriebrigade.
Als der Krieg kam und Australien Großbritannien in das Gemetzel folgte, erhielt Monash das Kommando über die 4. australische Infanteriebrigade, die im April 1915 in Gallipoli vor Anker ging. Nach dem folgenden Fiasko dort und trotz einiger Kritik an seiner Leistung wurde er zum Brigadier befördert und führte seine Männer auf die Schlachtfelder in Frankreich. Bald darauf wurde er Generalmajor und erhielt das Kommando über die neue 3. Division der Australier. Es folgten blutige Jahre, in denen seine Truppen in mehrere "Konfrontationen" mit den Deutschen verwickelt waren, darunter die Schlacht bei Messines und die Dritte Flandernschlacht. Im Vergleich zu anderen Truppenkommandanten war Monash erfolgreich und das britische Oberkommando war von seiner minutiösen Planung und seiner Liebe zum militärischen Detail derart beeindruckt, dass er im Mai 1918 zum Generalleutnant befördert wurde und das Kommando über das Australische Korps erhielt, damals das größte Korps an der Westfront.
Nach einem achtmonatigen Aufenthalt in England, bei der er die Repatriierung der Australier in die Heimat beaufsichtigte, kehrte Monash Anfang 1919 selbst nach Melbourne zurück. Er führte fortan ein Leben als Zivilist und wurde 1920 Leiter der Elektrizitätswerke des Staates Victoria sowie im Jahr 1923 Vizekanzler der Universität von Melbourne. Er starb im Oktober 1931 an einer Herzkrankheit.