König Gustav II. Adolf, auch bekannt als der "Löwe des Nordens" war der älteste Sohn von Karl IX. und gerade erst knappe 17 Jahre alt, als er 1611 seinem Vater auf den Thron nachfolgte. Seit Karl Sigismund III. gestürzt hatte (der auch König von Polen war), um die schwedische Krone in Anspruch zu nehmen, brachte das darauf folgende Gerangel der Dynastien Schweden und Polen einen 60 Jahre währenden Krieg ein. Karl hatte ebenso einen Krieg mit Russland vom Zaun gebrochen - und auch mit Dänemark im Streit um wirtschaftliche Interessen. Zu allem Überfluss drohten auch noch verschiedene katholische Mächte damit, Schwedens lutheranischen Tendenzen ein Ende zu setzen ... zur Not mit Gewalt. Gustav stand also vor so einigen Herausforderungen.
Gustav II. Adolf gelang es 1613, einen Frieden mit den Dänen auszuhandeln, allerdings gegen hohe Entschädigungszahlungen. Im selben Jahr war mit der Wahl von Michail Fjodorowitsch Romanow zum Zaren auch die russische Bedrohung beendet, Gustav beschloss allerdings, die Gelegenheit zu nutzen, um die russischen Gebiete in Ingermanland und Kexholm zu annektieren und somit das schwedische Finnland mit dem schwedischen Estland zu verbinden. 1617 war auch dieser Krieg vorüber. Somit konnten sich Gustav und sein brillanter Kanzler Oxenstierna ungestört auf nationale Reformen konzentrieren, darunter die Neustrukturierung der schwedischen Armee. Dies wiederum nutzte der Löwe 1629, um Polen zum Vertrag von Altmark zu nötigen, der Schweden das an der Ostsee gelegene Livland zusprach.
Was auch gut war, da Gustav in die christliche Fehde verwickelt wurde, die unter dem Namen Dreißigjähriger Krieg bekannt ist. Um die Protestanten in Deutschland "zu unterstützen und zu schützen", startete Gustav eine Invasion. Zunächst konsolidierte er die Stellungen der Protestanten im Norden, dann bezwang er eine katholische Armee unter der Führung von Tilly, die gerade Sachsen verwüstete. Im März 1632 hielt er Einzug im katholischen Bayern, einem treuen Verbündeten des Heiligen Römischen Reiches. Die darauf folgende Schlacht bei Lützen wurde zu einem weiteren Sieg der Protestanten, Gustav Adolf wurde in ihrem Verlauf jedoch von feindlichen Truppen niedergeschossen.