Zum Zeitpunkt seines Todes im August 1945 hielt Robert Goddard 214 Patente, hatte große Träume (z. B. eine Rakete, die den Mond erreichen würde), hatte das Weltall berührt (also zumindest war er 2,6 km hoch geflogen) und galt als der "Vater der Raketen". Seine Monografie "A Method for Reaching Extreme Altitudes" (Eine Methode zum Erreichen extremer Höhen) von 1919 gilt als der klassische Text früher Raketenforschung. Kein schlechtes Vermächtnis.
Goddard schrieb sich 1907 am Worcester (Massachusetts) Polytechnic Institute in seiner Heimatstadt ein, wo er dafür berüchtigt wurde, eine Rakete mit Schwarzpulver unten im Labor gezündet zu haben. Er bekam den Bachelor of Science 1908 und er erwarb nacheinander noch den Master und Doktor der Physik an der Clark University. 1912 nahm er eine Stelle bei den Palmer Labs in Princeton an, doch schon bald kehrte er als Teilzeit-Dozent zurück an die Clark University, wo er die Freiheit hatte, sein "besonderes" Interesse an Raketen zu vertiefen. 1915 startete Goddard seine erste erfolgreiche Rakete, dieses Mal außerhalb des Gebäudes an der Clark.
Doch im Jahr 1916 wurde seine Forschung zu teuer für sein bescheidenes Gehalt; da er mit seinen Abhandlungen Interesse wecken konnte, überzeugte er das Smithsonian Institute im Folgejahr, ihm über fünf Jahre insgesamt 5.000 Dollar zukommen zu lassen. Die Clark University willigte auch ein, ihn finanziell zu unterstützen. Mit diesen Zuwendungen, die er auch von diversen anderen Spendern erfuhr, perfektionierte Goddard seine frühen Ideen, darunter auch seine beiden grundlegenden Fortschritte, die die Reise in den Weltraum möglich machten: mehrstufige Raketen und flüssigen Raketentreibstoff.