Konzepte
Zivilisationen/Staatsoberhäupter
Stadtstaaten
Bezirke
Gebäude
Wunder und Projekte
Einheiten
Einheiten-Beförderungen
Große Persönlichkeiten
Technologien
Ausrichtungen
Regierungen und Politiken
Religionen
Gelände und Geländearten
Ressourcen
Modernisierungen und Handelswege
Gouverneure
Historische Momente
Eleonore von Aquitanien
Einzigartige Fähigkeit

Minnehof

Große Werke in Eleonores Städten verursachen -1 Loyalität pro Runde in fremden Städten im Umkreis von 9 Geländefeldern. Eine Stadt, die eine andere Zivilisation wegen Loyalitätsverlust verlässt und derzeit die meiste Loyalität pro Runde von Eleonores Zivilisation erhält, überspringt den Schritt der freien Stadt, um sich direkt dieser Zivilisation anzuschließen.

Zusammenfassung
Eleonore verdient sich die Loyalität der Welt durch ihre Schirmherrschaft über die Kunst.
Detaillierter Umgang
Eleonore von Aquitanien ist einzigartig, da sie entweder die französische oder die englische Zivilisation regieren kann. Große Werke in ihren Städten reduzieren die Loyalität für andere Städte außerhalb ihrer Zivilisation. Wenn eine Stadt eine andere Zivilisation wegen Mangel an Loyalität verlässt und Eleonores Zivilisation dort die größte Loyalität erzeugt, schließt sich diese Stadt ihr automatisch an, ohne zuerst zu einer freien Stadt zu werden. Sie erweitert ihren Einfluss auf Kosten naher Zivilisationen, unabhängig davon, ob sie für Frankreich oder England spielt, und zwar durch die Macht der Künste.
Historischer Kontext
Als Tochter eines Herzogs, Gattin von zwei Königen und Mutter von drei Königen und zwei Königinnen war sie vermutlich die mächtigste Frau in Europa zu ihren Lebzeiten. Sie hatte die Herrschaft über das Herzogtum Aquitanien inne und saß sowohl in Frankreich als auch in England auf dem Thron. Letzteres regierte sie im Namen ihres Sohnes. Sie war eine starke Förderin der Künste und die Frau, der wir die Entwicklung des Konzeptes der Ritterlichkeit am meisten zu verdanken haben. Als junge Frau war sie bezaubernd, geistreich und energiegeladen, als Königin entwickelten sie zudem ein zutiefst scharfsinniges politisches Gespür.

Sie wurde 1122 als Tochter des Herzogs Wilhelm von Aquitanien geboren, der einer der ersten Förderer der aufkommenden Troubadoure war. Eleonore wuchs an einem Hof auf, der sowohl wohlhabend als auch reich an Kultur war. Als sie nach dem Tode Wilhelms den Titel der Herzogin von Aquitanien annahm, heiratete sie den französischen Kronprinzen, der nach dem Tode seines Vaters, Ludwig dem Dicken, zu Ludwig dem VII. wurde. Eleonore begleitete den gottesfürchtigen Ludwig VII. auf dem Zweiten Kreuzzug, auch wenn Frankreich bei Jerusalem eine empfindliche Niederlage einstecken musste und gezwungen war, sich zurückzuziehen. Eleonore wollte ihren Onkel, Raimund von Poitiers, unterstützen, was aber von Ludwig verhindert wurde. Der Streit führte zur Annullierung ihrer Ehe. Sie hatten zwei gemeinsame Töchter, aber keine Söhne, was offenbar zur Entfremdung beitrug.

Schon kurz darauf, nur zwei Monate nach der Annullierung ihrer Ehe, heiratete sie Heinrich, den Herzog der Normandie. Der junge König Plantagenet war erpicht darauf, die Ländereien seiner Familie zurückzugewinnen und die Hochzeit mit Eleonore führte unmittelbar zum Konflikt mit Ludwig. Es kam zu einem komplexen Krieg an vielen Fronten, der zu gleichen Teilen aus offenen und verdeckten kriegerischen Aktivitäten bestand und bis 1154 andauerte. Eleonore gebar Heinrich vier Söhne, von denen zwei das Erwachsenenalter erreichten.

Während dieser Zeit lebte sie mit ihrer Tochter Marie (von Ludwig) in Poitiers. Dort führte sie gemeinsam mit den Adelsdamen am Hof Poitiers den berühmten Minnehof ein, der die Traditionen der Ritterlichkeit und der höfischen Liebe bekannt machte. Die hochrangigen Damen (und einige Herren) des Hofes sollten dort ihr Anliegen der romantischen Liebe bei Eleonore und ihrem Adel vorbringen, worauf die Damen ihr Urteil fällten. Die Troubadoure sollten viele der Ideale der höfischen Liebe unter Eleonores Gunst im restlichen Europa verbreiten.

Eleonores Söhne waren ebenso ehrgeizig wie ihre Eltern. Weil er nicht länger den Mann fürs Grobe für seinen Vater spielen wollte, zettelte Heinrich der Jüngere eine Revolte an und versuchte, seine Brüder für das Unterfangen zu gewinnen. Eleonore schien ihre Söhne zu dieser Revolte ermutigt zu haben. Als sie scheiterte, sperrte Heinrich Eleonore für die folgenden 16 Jahre ein. Heinrich der Jüngere starb 1183 nach einem zweiten fehlgeschlagenen Aufstand gegen seinen Vater, danach hob Heinrich II. einige Einschränkungen Eleonores auf und sie zeigte sich mit ihm bei Hofe.

Als Heinrich II. 1189 starb, übernahm sein Sohn Richard Löwenherz die Regentschaft über die Ländereien der Familie in England und Frankreich. Eleonore wurde aus der Gefangenschaft entlassen und übernahm die Regierungeschäfte in England in Richards Namen. Richard selbst zog in den Dritten Kreuzzug, was sehr schlimm für ihn ausging (Details dazu im Eintrag zu Saladin). Dass England Richard gegenüber loyal blieb, spricht für ihren Erfolg, da ihr jüngster Sohn Johann während der Abwesenheit seines Bruders einen Staatsstreich versuchte, aber die Kontrolle über England nicht erlangte. Eleonore spielte eine entscheidende Rolle dabei, das immense Lösegeld aufzutreiben, dass erforderlich war, um Richard aus der Gefangenschaft in Österreich freizukaufen.

Richard starb 1199 und die Regentschaft ging über auf den nichtsnutzigen Johann, dessen Herrschaft den Niedergang des Angevinischen Reichs, den Aufstieg Robin Hoods und die Magna Carta einläutete, und dessen Unfähigkeit seine Mutter zur Verzweiflung getrieben haben muss.

Als sie schon in den Siebzigern war, entsandte Johann seine Mutter Eleonore auf eine diplomatische Mission an den Hof von Kastilien. Dort war ihre Tochter (sie hieß ebenfalls Eleonore) Königin und diese hatte wiederum Töchter. Eleonore sollte eine Braut für den neuen Kronprinzen Frankreichs auswählen, der tatsächlich auch der Enkel von Eleonores erstem Ehemann Ludwig VII. war, um den Frieden zwischen Frankreich unter Philip II. und König Johann zu zementieren. Die Rückreise gestaltete sich schwierig und sie verblieb in Fontevraud und schickte die zukünftige Königin Blanka voraus.

Das Ende von Eleonores Leben setzte das Muster der nachfolgenden Generationen fort, die versuchten, die vorhergehende zu stürzen. 1202 versuchte ihr Enkel Arthur, der Herzog der Bretagne, Eleonore im Schloss Mirebeau gefangen zu nehmen. Johann marschierte gegen Arthur, beendete die Belagerung Mirebeaus und nahm den 15-jährigen Arthur gefangen. Arthur verschwand in der Gefangenschaft durch Johann spurlos. Eleonore setzte sich in Fontevraud zur Ruhe, trat einer religiösen Ordensgemeinschaft bei und starb 1204. Sie wurde in Fontevraud zwischen ihrem Ehemann Heinrich II. und ihrem Sohn Richard bestattet.
icon_leader_eleanor_france
In nomine sancte et individue Trinitatis, ego Helienordis, Dei gratia humilis Francorum regina, et Aquitanorum ducissa. 

Eigenschaften

Zivilisationen

Präferenzen

Agenden
Angevinisches Reich
Baut dicht besiedelte Städte. Mag Zivilisationen, deren nahegelegene Städte bevölkerungsreich sind. Mag keine Zivilisationen, die kleine Städte in der Nähe haben, die schnell illoyal werden könnten.
Religion
icon_leader_eleanor_france
In nomine sancte et individue Trinitatis, ego Helienordis, Dei gratia humilis Francorum regina, et Aquitanorum ducissa. 

Eigenschaften

Zivilisationen

Präferenzen

Agenden
Angevinisches Reich
Baut dicht besiedelte Städte. Mag Zivilisationen, deren nahegelegene Städte bevölkerungsreich sind. Mag keine Zivilisationen, die kleine Städte in der Nähe haben, die schnell illoyal werden könnten.
Religion
Einzigartige Fähigkeit

Minnehof

Große Werke in Eleonores Städten verursachen -1 Loyalität pro Runde in fremden Städten im Umkreis von 9 Geländefeldern. Eine Stadt, die eine andere Zivilisation wegen Loyalitätsverlust verlässt und derzeit die meiste Loyalität pro Runde von Eleonores Zivilisation erhält, überspringt den Schritt der freien Stadt, um sich direkt dieser Zivilisation anzuschließen.

Zusammenfassung
Eleonore verdient sich die Loyalität der Welt durch ihre Schirmherrschaft über die Kunst.
Detaillierter Umgang
Eleonore von Aquitanien ist einzigartig, da sie entweder die französische oder die englische Zivilisation regieren kann. Große Werke in ihren Städten reduzieren die Loyalität für andere Städte außerhalb ihrer Zivilisation. Wenn eine Stadt eine andere Zivilisation wegen Mangel an Loyalität verlässt und Eleonores Zivilisation dort die größte Loyalität erzeugt, schließt sich diese Stadt ihr automatisch an, ohne zuerst zu einer freien Stadt zu werden. Sie erweitert ihren Einfluss auf Kosten naher Zivilisationen, unabhängig davon, ob sie für Frankreich oder England spielt, und zwar durch die Macht der Künste.
Historischer Kontext
Als Tochter eines Herzogs, Gattin von zwei Königen und Mutter von drei Königen und zwei Königinnen war sie vermutlich die mächtigste Frau in Europa zu ihren Lebzeiten. Sie hatte die Herrschaft über das Herzogtum Aquitanien inne und saß sowohl in Frankreich als auch in England auf dem Thron. Letzteres regierte sie im Namen ihres Sohnes. Sie war eine starke Förderin der Künste und die Frau, der wir die Entwicklung des Konzeptes der Ritterlichkeit am meisten zu verdanken haben. Als junge Frau war sie bezaubernd, geistreich und energiegeladen, als Königin entwickelten sie zudem ein zutiefst scharfsinniges politisches Gespür.

Sie wurde 1122 als Tochter des Herzogs Wilhelm von Aquitanien geboren, der einer der ersten Förderer der aufkommenden Troubadoure war. Eleonore wuchs an einem Hof auf, der sowohl wohlhabend als auch reich an Kultur war. Als sie nach dem Tode Wilhelms den Titel der Herzogin von Aquitanien annahm, heiratete sie den französischen Kronprinzen, der nach dem Tode seines Vaters, Ludwig dem Dicken, zu Ludwig dem VII. wurde. Eleonore begleitete den gottesfürchtigen Ludwig VII. auf dem Zweiten Kreuzzug, auch wenn Frankreich bei Jerusalem eine empfindliche Niederlage einstecken musste und gezwungen war, sich zurückzuziehen. Eleonore wollte ihren Onkel, Raimund von Poitiers, unterstützen, was aber von Ludwig verhindert wurde. Der Streit führte zur Annullierung ihrer Ehe. Sie hatten zwei gemeinsame Töchter, aber keine Söhne, was offenbar zur Entfremdung beitrug.

Schon kurz darauf, nur zwei Monate nach der Annullierung ihrer Ehe, heiratete sie Heinrich, den Herzog der Normandie. Der junge König Plantagenet war erpicht darauf, die Ländereien seiner Familie zurückzugewinnen und die Hochzeit mit Eleonore führte unmittelbar zum Konflikt mit Ludwig. Es kam zu einem komplexen Krieg an vielen Fronten, der zu gleichen Teilen aus offenen und verdeckten kriegerischen Aktivitäten bestand und bis 1154 andauerte. Eleonore gebar Heinrich vier Söhne, von denen zwei das Erwachsenenalter erreichten.

Während dieser Zeit lebte sie mit ihrer Tochter Marie (von Ludwig) in Poitiers. Dort führte sie gemeinsam mit den Adelsdamen am Hof Poitiers den berühmten Minnehof ein, der die Traditionen der Ritterlichkeit und der höfischen Liebe bekannt machte. Die hochrangigen Damen (und einige Herren) des Hofes sollten dort ihr Anliegen der romantischen Liebe bei Eleonore und ihrem Adel vorbringen, worauf die Damen ihr Urteil fällten. Die Troubadoure sollten viele der Ideale der höfischen Liebe unter Eleonores Gunst im restlichen Europa verbreiten.

Eleonores Söhne waren ebenso ehrgeizig wie ihre Eltern. Weil er nicht länger den Mann fürs Grobe für seinen Vater spielen wollte, zettelte Heinrich der Jüngere eine Revolte an und versuchte, seine Brüder für das Unterfangen zu gewinnen. Eleonore schien ihre Söhne zu dieser Revolte ermutigt zu haben. Als sie scheiterte, sperrte Heinrich Eleonore für die folgenden 16 Jahre ein. Heinrich der Jüngere starb 1183 nach einem zweiten fehlgeschlagenen Aufstand gegen seinen Vater, danach hob Heinrich II. einige Einschränkungen Eleonores auf und sie zeigte sich mit ihm bei Hofe.

Als Heinrich II. 1189 starb, übernahm sein Sohn Richard Löwenherz die Regentschaft über die Ländereien der Familie in England und Frankreich. Eleonore wurde aus der Gefangenschaft entlassen und übernahm die Regierungeschäfte in England in Richards Namen. Richard selbst zog in den Dritten Kreuzzug, was sehr schlimm für ihn ausging (Details dazu im Eintrag zu Saladin). Dass England Richard gegenüber loyal blieb, spricht für ihren Erfolg, da ihr jüngster Sohn Johann während der Abwesenheit seines Bruders einen Staatsstreich versuchte, aber die Kontrolle über England nicht erlangte. Eleonore spielte eine entscheidende Rolle dabei, das immense Lösegeld aufzutreiben, dass erforderlich war, um Richard aus der Gefangenschaft in Österreich freizukaufen.

Richard starb 1199 und die Regentschaft ging über auf den nichtsnutzigen Johann, dessen Herrschaft den Niedergang des Angevinischen Reichs, den Aufstieg Robin Hoods und die Magna Carta einläutete, und dessen Unfähigkeit seine Mutter zur Verzweiflung getrieben haben muss.

Als sie schon in den Siebzigern war, entsandte Johann seine Mutter Eleonore auf eine diplomatische Mission an den Hof von Kastilien. Dort war ihre Tochter (sie hieß ebenfalls Eleonore) Königin und diese hatte wiederum Töchter. Eleonore sollte eine Braut für den neuen Kronprinzen Frankreichs auswählen, der tatsächlich auch der Enkel von Eleonores erstem Ehemann Ludwig VII. war, um den Frieden zwischen Frankreich unter Philip II. und König Johann zu zementieren. Die Rückreise gestaltete sich schwierig und sie verblieb in Fontevraud und schickte die zukünftige Königin Blanka voraus.

Das Ende von Eleonores Leben setzte das Muster der nachfolgenden Generationen fort, die versuchten, die vorhergehende zu stürzen. 1202 versuchte ihr Enkel Arthur, der Herzog der Bretagne, Eleonore im Schloss Mirebeau gefangen zu nehmen. Johann marschierte gegen Arthur, beendete die Belagerung Mirebeaus und nahm den 15-jährigen Arthur gefangen. Arthur verschwand in der Gefangenschaft durch Johann spurlos. Eleonore setzte sich in Fontevraud zur Ruhe, trat einer religiösen Ordensgemeinschaft bei und starb 1204. Sie wurde in Fontevraud zwischen ihrem Ehemann Heinrich II. und ihrem Sohn Richard bestattet.