Man könnte meinen, den 1863 im oberbayrischen Weilheim im Voralpenland südlich von München geborenen Franz Hipper zöge es mehr in die Berge denn zur See. Nach Abschluss seiner Grundausbildung im Jahr 1879 beschloss er jedoch, der Kaiserlichen Marine beizutreten (vielleicht ja, um die große weite Welt zu sehen). Er absolvierte die Aufnahmeprüfungen und wurde im April 1881 im Alter von 18 Jahren zum Kadetten. Nach dem Besuch der Marineschule betraute man Hipper mit der Ausbildung neuer Rekruten für das Erste Seebattalion. Nachdem er die Offiziersschule absolviert hatte, erhielt Hipper 1885 sein Offizierspatent und diente an Bord mehrerer Schlachtschiffe, darunter das Großlinienschiff SMS Friedrich der Große und das Panzerschiff SMS Wörth.
Mit seiner beispielhaften Professionalität und Kompetenz stieg Hipper schnell in den Reihen auf. 1907 wurde er zum Kapitän zur See befördert und kommandierte diverse Marinemanöver, diente als Ausbilder von Torpedoboot-Truppen und wurde Stabschef von Konteradmiral Gustav von Bachmann, sowie stellvertretender Befehlshaber der Aufklärungsstreitkräfte. Nach von Bachmanns Beförderung im Januar 1912 wurde Hipper seinerseits Konteradmiral. 1913 übernahm er das Kommando über die Aufklärungsstreitkräfte der Hochseeflotte, deren Schlachtkreuzer Schusskraft mit Geschwindigkeit kombinierten.
Auf diesem Posten war er, als im August 1914 das Chaos innerhalb der europäischen Großmächte und damit der Erste Weltkrieg ausbrach. Im Verlauf seiner gesamten weiteren Militärlaufbahn kämpfte der mittlerweile geadelte Franz von Hipper gegen die Briten um die Vormacht im Nordseeraum - vom Beschuss britischer Küstenstädte (Great Yarmouth, Hartlepool, Whitby und andere), dem Gefecht auf der Doggerbank und der Skagerrakschlacht bis hin zu seiner Beförderung zum Admiral und Kommandanten der gesamten Hochseeflotte im August 1918, nur wenige Monate vor dem Waffenstillstand. Von Hipper setzte sich im Dezember zur Ruhe und verbrachte seinen Lebensabend in Hamburg, wo er 1932 verstarb.