Der im März 1810 im ehemaligen Herzogtum Warschau geborene Fryderyk Franciszek Szopen stammte aus einer Mittelklasse-Einwandererfamilie mit französischen Wurzeln. Der talentierte Junge veröffentlichte bereits im Alter von sieben Jahren seine erste Komposition. Sein Vater Nicolas nahm kurz nach Frédérics Geburt eine Stellung als Hauslehrer beim polnischen Adel in Warschau an und führte seinen Sohn somit in die höhere Gesellschaft ein. Bereits 1818 trat das musikalische Wunderkind daher in Salons in der ganzen Stadt auf.
Nach seinen Studien am Warschauer Konservatorium für Musik schickten seine Eltern Chopin nach Wien, um dort groß herauszukommen - was ihm mit seinem Konzertdebüt im Jahre 1829 auch gelang. In den nächsten drei Jahren pendelte er zwischen Österreich, Polen, Deutschland und Frankreich hin und her und ließ sich schließlich in Paris nieder. Hier finanzierte er seinen Lebensunterhalt mit Konzerten und als Klavierlehrer wohlhabender Debütanten. Diese für ihn immer lukrativere Tätigkeit ermöglichte es ihm, gut zu leben, und sich die Zeit zu nehmen, einige der größten Werke der Musikgeschichte zu komponieren, etwa die Nocturnes von Op. 9 und 15, das Scherzo in b-Moll (Op. 31) und die Sonate in b-Moll (Op. 35).
Obwohl Chopin zahlreiche Affären hatte und sogar einmal verlobt war, hielt keine Beziehung länger als ein Jahr ... bis er im Jahr 1839 mit der französischen Schriftstellerin Amantine Lucile Dupin, besser bekannt als George Sand, zusammenkam. Nachdem sie eine intime Zeit auf Mallorca verbracht hatten, bemerkte Sand, dass sich Chopins Gesundheitszustand verschlechterte. Ihm wurde die Schwindsucht (heute eher als Tuberkulose bekannt) diagnostiziert. Ihre Liebesbeziehung wurde zu einem ständigen Auf und Ab, doch sie blieben bis 1848 zusammen, als Sand die Beziehung endgültig abbrach. Chopin kehrte nach einer auszehrenden Konzertreise durch Großbritannien nach Paris zurück und verstarb dort im folgenden Jahr.