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Ibn Chaldūn
Einzigartige Fähigkeit

Aktivierter Effekt (1 Ladung)

Der gewählte Campus erhält 2 Wohnraum und 1 Annehmlichkeit. Steigert den Nicht-Nahrungs-Ertrag-Vorteil der Zufriedenheit in Eurem Reich um 40 %.

Historischer Kontext
Walī ad-Dīn ʿAbd ar-Rahmān ibn Muhammad ibn Chaldūn al-Hadramī, kurz Ibn Chaldūn, war einer der bedeutendsten Denker des Mittelalters. Er wurde 1332 n. Chr. in Tunesien geboren. Seine Familie stammte ursprünglich aus Andalusien, dem Teil Spaniens, der im frühen Mittelalter dem Islam angehörte. Ibn Chaldūn war ein Schriftsteller, Gelehrter, militärischer Anführer und Politiker. Im Krieg führte er Feldzüge gegen den turko-mongolischen Eroberer Timur (Tamerlan) und war beteiligt an den Intrigen zwischen dem christlichen Kastilien, Tunesien, Ägypten und den Berberstämmen aus Maghreb (Nordafrika).

Ibn Chaldūn ist jedoch vor allem für seine Schriftwerke bekannt. Seine Muqaddima ist ein provokatives Werk und führt verschiedene Konzepte ein, die erst viel später ihren Weg in die europäische Denkweise fanden. So führt Ibn Chaldūn zum Beispiel erstmals eine zyklische Betrachtung der Geschichte ein. Während frühere Denker von einem schrittweisen Übergang zum sesshaften, landwirtschaftlichen Leben sprachen, verwies Ibn Chaldūn darauf, dass auch die Sesshaftigkeit von Perioden der Nomaden-Herrschaft (Berber) abgelöst wurde. Er deutete dies als ein Indiz für die Spannungen zwischen den zwei verschiedenen Lebensweisen. Sesshafte Gesellschaften würden mit der Zeit zerfallen und von dynamischeren, anpassungsfähigeren Nomaden erobert werden, welche sich dann an die Annehmlichkeiten ihrer einstigen Feinde gewöhnen würden. Diese Betrachtungsweise wurde in Europa erst durch das Werk von Karl Marx bekannt, der seinerseits den produktiven Kampf zwischen unterschiedlichen Wirtschaftsformen als Motor der Geschichte erkannte.

Ibn Chaldūns Vermächtnis wird fast einstimmig gepriesen. Europäische Historiker von Machiavelli bis hin zu Gellner sehen Ibn Chaldūn als einen der einflussreichsten Denker der Geschichte und die Regierungen in Tunesien und der Türkei haben Preise, Monumente und Banknoten nach ihm benannt.
PortraitSquare
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Eigenschaften

Renaissance
Großer Wissenschaftler
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Walī ad-Dīn ʿAbd ar-Rahmān ibn Muhammad ibn Chaldūn al-Hadramī, kurz Ibn Chaldūn, war einer der bedeutendsten Denker des Mittelalters. Er wurde 1332 n. Chr. in Tunesien geboren. Seine Familie stammte ursprünglich aus Andalusien, dem Teil Spaniens, der im frühen Mittelalter dem Islam angehörte. Ibn Chaldūn war ein Schriftsteller, Gelehrter, militärischer Anführer und Politiker. Im Krieg führte er Feldzüge gegen den turko-mongolischen Eroberer Timur (Tamerlan) und war beteiligt an den Intrigen zwischen dem christlichen Kastilien, Tunesien, Ägypten und den Berberstämmen aus Maghreb (Nordafrika).

Ibn Chaldūn ist jedoch vor allem für seine Schriftwerke bekannt. Seine Muqaddima ist ein provokatives Werk und führt verschiedene Konzepte ein, die erst viel später ihren Weg in die europäische Denkweise fanden. So führt Ibn Chaldūn zum Beispiel erstmals eine zyklische Betrachtung der Geschichte ein. Während frühere Denker von einem schrittweisen Übergang zum sesshaften, landwirtschaftlichen Leben sprachen, verwies Ibn Chaldūn darauf, dass auch die Sesshaftigkeit von Perioden der Nomaden-Herrschaft (Berber) abgelöst wurde. Er deutete dies als ein Indiz für die Spannungen zwischen den zwei verschiedenen Lebensweisen. Sesshafte Gesellschaften würden mit der Zeit zerfallen und von dynamischeren, anpassungsfähigeren Nomaden erobert werden, welche sich dann an die Annehmlichkeiten ihrer einstigen Feinde gewöhnen würden. Diese Betrachtungsweise wurde in Europa erst durch das Werk von Karl Marx bekannt, der seinerseits den produktiven Kampf zwischen unterschiedlichen Wirtschaftsformen als Motor der Geschichte erkannte.

Ibn Chaldūns Vermächtnis wird fast einstimmig gepriesen. Europäische Historiker von Machiavelli bis hin zu Gellner sehen Ibn Chaldūn als einen der einflussreichsten Denker der Geschichte und die Regierungen in Tunesien und der Türkei haben Preise, Monumente und Banknoten nach ihm benannt.
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