José Félix Ribas war ein Anführer in den lateinamerikanischen Unabhängigkeitskriegen gegen die spanische Krone. Er wurde in Venezuela geboren und hatte keinerlei militärische Wurzeln, doch er engagierte sich gegen die spanische Herrschaft. Zudem war er reich und konnte sich so eine militärische Position sichern, indem er sein eigenes Bataillon finanzierte.
Ribas' wichtigster militärischer Sieg war die Schlacht von La Victoria, als Royalisten die Stadt belagerten. Ribas fehlten Kämpfer, also stattete er Studenten vor Ort mit Waffen aus und sagte ihnen: "Wir können nicht zwischen Sieg oder Tod wählen; wir müssen siegen!" Und das taten sie - die spanischen Truppen, angeführt von Morales, wurden besiegt. Ribas erlangte den Titel "Sieger über Tyrannen" und der Tag der Schlacht ist heute der Tag der Jugend in Venezuela, im Gedenken an die Bewaffnung der Studenten durch Ribas.
Ribas' Karriere bestand jedoch nicht nur aus glorreichen Höhepunkten. Einmal verhaftete er sogar Bolívar, nachdem im Anschluss an eine Niederlage bei Aragua de Barcelona die republikanischen Streitkräfte verstreut wurden. Bolívar floh zu Wasser und brachte das Silber aus der Kirche der Stadt zur Insel Margarita. Als Ribas sah, wie Bolívar floh, erkannte er darin eine Gelegenheit, Großkolumbien an sich zu reißen, also beschuldigte er Bolívar als Verräter, auch wenn er es später zurücknahm.
Bei der Schlacht von Urica fand Ribas sein Ende. In einer schrecklichen Auseinandersetzung wurde Boves, Ribas' royalistischer Rivale, getötet, aber dessen Truppen drangen weiter vor und erlangten den Sieg für die Spanier. Ribas floh, wurde jedoch von den Royalisten entdeckt und getötet. Trotz seiner Niederlage sorgte der Tod von Boves dafür, dass viele venezolanische Llaneros (eine Kavallerie aus Cowboys) von der Seite der Spanier überwechselte, um dem charismatischen republikanischen Anführer Páez zu folgen. Aufgrund von Urica und La Victoria ist Ribas auch heute noch ein Held für die lateinamerikanische Unabhängigkeit.