Tsingy de Bemaraha ist ein eher ungünstiger Urlaubsort für Kinder - diese Karstlandschaft auf Madagaskar besteht aus spitzen Kalksteinformationen, die von Kratern und Dolinen unterhöhlt sind. Zusammen mit dem angrenzenden Strengen Naturreservat (zwischen den Spitzen und Wäldern leben viele Tiere, darunter elf verschiedene Lemurenarten) wurde es 1990 zum UNESCO-Welterbe erklärt. Das Labyrinth aus senkrechten Felsen - die stellenweise fast 100 Meter hoch und rasiermesserscharf sind - ist nur schwer zu erreichen (von der madagassischen Hauptstadt aus dauert es fünf Tage, bis man dort ist) und nichts für schwache Nerven: Naturforscher, die sich nach Tsingy de Bemaraha begeben haben, mussten bald wieder dort herauskriechen und medizinische Hilfe in Anspruch nehmen - was bei einem Ort durchaus zu erwarten ist, der auf Malagasy bedeutet: "Wo man nicht barfuß laufen kann".