In der Sprache der Massai ist der Kilimandscharo als Ngaje Ngai, das "Haus Gottes" bekannt. Das Gebirge besteht aus drei Vulkankegeln, deren höchster 5.900 Meter misst, was ihn zum höchsten Punkt Afrikas und zum höchsten freistehenden Berg der Welt macht. Das Kilimandscharo-Massiv liegt im nordöstlichen Tansania und zählt zu den Schichtvulkanen. Zwei seiner Gipfel (Mawenzi und Shira) sind erloschen, während der höchste (Kibo) ruht - sein letzter Ausbruch liegt etwa 150.000 Jahre zurück. Nach mehreren gescheiterten Versuchen gelang es 1889 endlich, den Gipfel zu erreichen. Erstbesteiger waren der Deutsche Hans Meyer und der Österreicher Ludwig Purtscheller, die bestätigen konnten, dass der Kibo tatsächlich einen Krater hatte. Obwohl der Kibo danach noch häufig bestiegen wurde, fand eine Kartierung erst 1964 statt, wobei man Luftbilder einsetzte, die einige Jahre zuvor angefertigt worden waren.