Die Verführung als Spionagetaktik ist so alt wie die Sünde selbst (so sagt man jedenfalls). In einer klassischen "Honigtopf"-Mission führte eine illegale Liaison zu versuchten Erpressungen, bei denen der oder die Erpresste gezwungen wurde, geheime Informationen preiszugeben oder andere Aufgaben auszuführen - in anderen Worten, als Agent für den Verführer/die Verführerin zu dienen. Zum Höhepunkt des Kalten Kriegs bildete das sowjetische KGB sowie die ostdeutsche Stasi aktiv Agenten in dieser Taktik aus (Frauen wurden "Schwalben", Männer "Raben" genannt). Der wohl bekannteste Fall hierfür war der des Marines Clayton Lonetree.