Mehrere Sprachen fließend zu beherrschen ist sowohl für die Spionage als auch für die Spionageabwehr ein großer Vorteil, der bei allen möglichen Missionen hilfreich ist, von Überwachung bis hin zur Infiltration. Da Spione früher oft aus dem einzigen Grund rekrutiert wurden, dass sie eine Sprache beherrschten, verfügten zu Beginn des Zweiten Weltkriegs die meisten Geheimdienste über eigene Schulen, in denen Agenten in der Sprache des Feindes unterrichtet wurden. Durch die sprachliche Komplexität konnten manche Nationen nur schwer ausspioniert werden, wie z. B. die Japaner und die Chinesen. Während des Kalten Kriegs richteten die CIA und das KGB spezielle Sprachinstitute ein, um solchen Herausforderungen zu begegnen.