Alexander Sergejewitsch Puschkin, der 1799 in Moskau geboren wurde, erwies sich schon in seiner Kindheit als talentierter Dichter. Die russische Regierung, die seine Begabung erkannte, bot ihm 1817 eine Stellung im Petersburger Kollegium für Auswärtige Angelegenheiten an. Tagsüber schrieb er fortan Texte für die Regierung, nachts widmete er sich der Poesie - und die war so gut, dass er später posthum zu Russlands Hofdichter ernannt wurde.
Aber er blieb nicht bei Themen wie der unerwiderten Liebe oder romantischen Tragödien - viele seiner Gedichte (allen voran "Noel" und "Ode an die Freiheit") förderten liberale Ideale, politische Freiheiten und andere kontroverse Themen. Dies führte dazu, dass ihm seine Stelle gekündigt und er 1820 nach Dnipropetrowsk verbannt wurde. Von dort aus fing er an, die Ukraine und Moldawien zu bereisen. Sein erzwungener Urlaub gab Alexander die Gelegenheit, seine Meisterwerke zu schreiben: die Tragödie "Boris Godunow" und das Versepos "Eugen Onegin". 1823 kam er nach Odessa, wo er erneut die dortige Regierung erzürnte. Daraufhin wurde er ins Exil auf das ländliche Gut seiner Mutter geschickt. Trotz seines Rufs als Unruhestifter ermöglichten ihm Freunde eine Audienz bei Zar Nikolaus I., um seine Freilassung und eine Rückkehr nach Moskau zu erbeten.
Doch der Frieden sollte nicht lange währen. Auch wenn er nicht am Aufstand der Dekabristen in Sankt Petersburg beteiligt war, fand man später bei den Rebellen einige von Puschkins Werken. Danach befand er sich unter der Aufsicht der staatlichen Zensur und konnte weder reisen noch etwas veröffentlichen. Er schrieb trotzdem weiter, beendete zwei Romane und begann mit einem dritten. Im Jahr 1837 wuchsen ihm dann die Schulden über den Kopf - und als er Gerüchte hörte, dass seine junge Frau einen Liebhaber hätte, forderte der Dichter diesen zu einem Duell auf Leben und Tod heraus. Es war nicht seine beste Idee, da eine Pistole einfach stärker ist als eine Feder. Puschkin erlitt eine Bauchverletzung, an der er zwei Tage später starb.