Das Bolschoi-Theater von Moskau - bolshoi ist der russische Begriff für "groß" - beheimatet sowohl das Bolschoi-Ballett als auch die Bolschoi-Oper und gilt als eines der größten Theater der Welt (allein das Ballett besteht aus mehr als 200 Tänzern). Die Ballett-Kompanie wurde im März 1776 von Prinz Urussow und Michael Maddox, einem britischen Theatermanager, gegründet. Nachdem einige Jahre lang in privaten Häusern aufgeführt worden war, verfügte die Kompanie über genügend Mittel, um das Petrowski-Theater zu kaufen, das zum ersten Mal im Dezember 1780 seine Pforten öffnete. Leider brannte es jedoch 1805 nieder und wurde durch das neue Arbat-Theater ersetzt, das bereits 1812 ebenfalls niederbrannte, als Napoléons Truppen die Stadt besetzten. Das aktuelle Bolschoi-Theater wurde von 1821 bis 1824 errichtet und brannte nicht mehr nieder - der Bau wurde jedoch 1843, 1856, 1921, 2002 und 2011 renoviert. Im Zuge der letzten Renovierung wurde der Akustik des Theaters wieder die ursprüngliche hohe Qualität verliehen, die in den Sowjetzeiten verloren gegangen war. Außerdem konnte man die Innenausstattung aus dem Zarenreich wiederherstellen, die ebenfalls von den Sowjets entfernt worden war. Trotz der recht hohen Eintrittspreise, die bis zu 5.000 Rubel betragen, sind die Ballett- und Opernvorstellungen regelmäßig ausverkauft, wofür nicht zuletzt die zahlreichen Touristen sorgen.