Es ist nicht mehr viel übrig von diesem einst so bedeutenden Heiligtum. Der Tempel der Artemis, der der griechischen Göttin der Jagd gewidmet war, hat schon zahlreiche Zerstörungen und Wiederaufbauten erlebt. Er erduldete Fluten, Plünderungen und ein Feuer, das ein Mann namens Herostratos gelegt hatte (der einfach nur wollte, dass man sich seinen Namen merkt).
In seiner Glanzzeit bestand der Tempel aus Marmor und war mit Gold und Silber verziert. Es heißt sogar, er wäre länger als ein Fußball-Feld gewesen. Philon von Byzanz, ein griechischer Ingenieur und Autor, stellte fest, dass alle anderen Wunder im Schatten dieses prächtigen Tempels stehen.
Ein Angriff durch die Goten zu Beginn des 5. Jahrhunderts, die sich auf die Worte des "goldzüngigen" Heiligen Johannes Chrysostomos beriefen, war dann das endgültige Ende für den Tempel der Artemis. In gewisser Weise lebt der Tempel aber in der heutigen Türkei weiter, seine geplünderten Steine wurden für den Bau anderer Gebäude verwendet.