Bestimmte Kulturen wurden so allgegenwärtig, dass sie schon fast einen schwerkraftähnlichen Effekt auf die umliegenden Kulturen hatten und diese formten, indem sie sie entweder direkt ersetzten oder substanziell in der anderen Kultur aufgenommen wurden. Rom war zum Beispiel ein kultureller Hegemon des Mittelmeerraums. China übte einen hegemonialen Effekt auf einen größeren Bereich Asiens aus, der auch länger anhielt. Der englischen Sprache lastet man an, eine hegemoniale Kraft der Gegenwart zu sein.
Kulturelle Hegemonie wird von den Kulturen, die davon betroffen sind, als negativ angesehen, da eine Hegemonie Jahrhunderte kultureller Werte, Rituale und Beziehungen oft in atemberaubend kurzer Zeit ersetzt. Durch das Fernsehen wurde zum Beispiel in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts eine enorme Menge an amerikanischem Entertainment in alle Welt exportiert.